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Cindy...
...ein Stück
meines Herzens
starb ab
Bei mir hat die
Schwangerschaft
große seelische
Probleme
ausgelöst. Mein
Herz wollte die
Gefühle für
dieses Kind
nicht aufkommen
lassen. Sie
wurden
unterdrückt. Als
einzige
Alternative
schien es nur
eine Abtreibung
zu geben.
Ich ahnte, dass
ich schwanger
war, bevor mir
der Arzt dies
bestätigte. Um
mich herum wurde
es dunkel. Alles
nahm ich
verschwommen,
wie im Nebel,
wahr. Die Erde
stand für mich
still. Sie
konnte sich doch
nicht einfach
weiterdrehen.
Ich wusste weder
ein noch aus.
Ich hatte so
schon ungezählt
viele Probleme,
die mit diesem
Kind ins
Unermessliche
wuchsen. Ich war
verzweifelt.
Entzweit. Mir
fehlte meine
Mitte. Ich
konnte keine
klare
Entscheidung
treffen.
Ich wollte
dieses Kind
nicht haben.
Es schien nur
diesen Ausweg zu
geben. Doch es
war der falsche
Weg.
Die Entscheidung
war gefallen. Zu
schnell
entschieden. Nur
nicht daran
denken. Es war
entschieden und
mein Leben ging
wieder weiter.
Doch es ging
nicht wirklich
weiter. Ein
Großteil meines
Lebens, meiner
Freude, hörte
auf. Der
Schmerz, der
kam, den konnte
ich nicht
ertragen. Ich
machte innerlich
zu und
verdrängte es.
Schloss es ganz
fest ein. Es war
mein Grab, mit
dem ich von nun
an leben musste.
Angst und
Depressionen
prägten meinen
Alltag.
Und das
schlimmste war,
ein Stück meines
Herzens starb
ab. Langsam.
Immer ein
Stückchen mehr.
Diese
schwerwiegende
Entscheidung
veränderte mein
ganzes Leben.
Vergessen!
Verdrängen! Aber
ich konnte dem
nicht
entfliehen. Es
ging in meiner
Seele mit.
Tief im Herzen
wusste ich, dass
es Unrecht war.
Ich wurde von
schlimmsten
Schuldgefühlen
gequält.
Jahre später
hatte ich
endlich den Mut
und die Kraft
dies hoch zu
holen, zu
betrauern und
loszulassen. Es
war ein langer
schmerzlicher
Prozess. Vergessen werde
ich dieses Kind
nie. Es geht
immer mit,
begleitet mich.
Ist ein Teil
meines Lebens.
Gott klopfte an
und wollte durch
dieses Kind zur
Welt kommen. Er
hatte es mir
zugetraut.
Wollte mir
dieses Kind
anvertrauen.
Gott hat uns
Frauen die
Mütterlichkeit
ins Herz gelegt.
Leben zu hegen,
zu pflegen und
zu lieben. Das
ist unsere
Aufgabe. Ich
habe dagegen
gehandelt. Dies
zu erkennen,
trieb meine
Schuldgefühle
ins
Unermessliche.
Ich verleugnete
meine
Mütterlichkeit.
Gegen das Leben
entschieden ist
schnell und
zurück blieben
Angst,
Selbstzweifel
und
Schuldgefühle.
Entscheidend in
dieser Situation
ist ein Mensch,
der zuhört.
Richtig zuhört!
Mir hat dieser
Mensch gefehlt,
dem ich mich
hätte
anvertrauen
können. Ich habe
alles alleine
getragen. Ein
Zuspruch des
Trostes hätte
genügt. Die
Aussage: Du
schaffst das.
Wir schaffen
das. Ich helfe
dir.
Wenn ich heute
zurückdenke,
lief so vieles
falsch. Es tut
weh. Es wird
immer weh tun.
Der Schmerz hat
sich gemildert,
weil ich mich
dazu
durchgerungen
habe zu glauben,
dass Gott mir
verzeiht. Und
durch einen
langen Prozess
der Reue habe
ich letztendlich
Gottes Liebe
annehmen können.
Doch es war ein
langer
dornenvoller
Weg.
Die Aussage von
Papst Johannes
Paul II. hat
mich in dieser
Zeit
durchgetragen.
Er wendet sich
an die Frauen
und bittet sie:
„Die Wunde in eurem Herzen ist noch nicht vernarbt. Was geschehen ist, war und bleibt in der Tat zutiefst unrecht. Lasst euch jedoch nicht von Mutlosigkeit ergreifen und gebt die Hoffnung nicht auf. Sucht vielmehr das Geschehene zu verstehen und interpretiert es in seiner Wahrheit. Falls ihr es noch nicht getan habt, öffnet euch voll Demut und Vertrauen der Reue: der Vater allen Erbamens wartet auf Euch, um Euch im Sakrament der Versöhnung seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten, Ihr werdet merken, dass nichts verloren ist, und werdet auch euer Kind um Vergebung bitten können, das jetzt im Herrn lebt.“
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Heute ist in meinem Herzen fest verankert: Jedes Kind ist von Gott gewollt.
Und wo Gott neues Leben wachsen lässt, da dürfen wir gewiss sein, dass ER sich auch darum kümmert.
Dies ist nur ein Bruchteil von dem, was ich empfunden und durchlebt habe.
Eine Abtreibung ist mitunter das Schlimmste, was einer Frau widerfahren kann. Die Verzweiflung möchte ich nicht zur Sprache bringen. Die kann sich ein Mensch nicht vorstellen, es sei denn, er war in der gleichen Situation.
Mein Leben wäre daran fast zerbrochen. Diese Entscheidung nahm mir immer mehr von meiner Lebensenergie, so dass mein Leben nicht mehr lebenswert war.
Es macht mich wütend, wenn ich höre: Es ist besser für das Kind, wenn es nicht zur Welt kommt. Und die Frau? Sie ist es, die mit dieser Entscheidung leben muss. Ein Leben lang.
Jedes Kind ist von Gott gewollt. Menschliches Leben ist das größte aller Wunder.
Damals sah ich dieses Kind nicht als eigenständiges Wesen an, meine Not war übermächtig. Doch es ist ein Kind, es ist mein Kind, das ich getötet habe. Als das in meinem Herzen ankam, war es zu spät. Es war nicht mehr rückgängig zu machen. Mein Kind, das nie zur Welt kommen durfte und so viel leiden musste.
Das nicht willkommen und nicht geliebt war. Das keine Chance hatte. Nur da, wo die Liebe und die menschliche Anteilnahme fehlt, kann so etwas geschehen.
Doch viele Frauen gehen immer noch diesen Weg und ich möchte diesen Frauen sagen, es ist der falsche Weg.
Ich bin den langen harten Weg durch Schuld und Reue gegangen. Es erfordert Kraft und Mut und die einzige Heilung besteht darin, an die Barmherzigkeit Gottes zu glauben und das tue ich, sonst hätte ich diesen Bericht nicht schreiben können.
Cindy
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„... öffnet euch voll Demut und Vertrauen der Reue: der Vater allen Erbamens wartet auf Euch, um Euch im Sakrament der Versöhnung seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten, Ihr werdet merken, dass nichts verloren ist, und werdet auch euer Kind um Vergebung bitten können, das jetzt im Herrn lebt.“
PP Johannes Paul II.
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