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Im
Anschluss
an zwei
vorangegangene
Statements
stellte
Dr.
Helmut
Müller,
Dozent
an der
Universität
Koblenz
und
Mitglied
des
Beratungsausschusses
von
Lichtzeichen,
das
Thema
des
Forums
in große
Zusammenhänge.
Er
zeigte
auf,
welche
Umschichtungen
gerade
unsere
deutsche
Gesellschaft
in den
letzten
50
Jahren
zu
verzeichnen
hatte,
wie der
Wechsel
zum
"flexiblen
Menschen"
zwar
manche
Vorteile,
aber
eben
auch
Ängste
und
Verunsicherungen
mit sich
brachte,
und
zeigte
die
"Überlebenszeit"
der
Gesellschaft
mit
Hilfe
demographischer
Beispiele
an: Eine
Gesellschaft,
in der
die
nachwachsenden
Generationen
immer
kleiner
werden,
gerät an
die
Überlebensgrenze.
Der
Referent
zeigte
auf, wie
dieses
Phänomen
viele
andere
Verunsicherungen
(etwa
das
Problem
des
wirtschaftlichen
Wachstums)
im
Gefolge
hat und
forderte
dann die
Zuhörer
auf:
"Lernen
wir von
Harry
Potter!"
Der
Schritt
über die
Schwelle
"Der
Zauber
der
Harry
Potter-Romane",
so
Müller,
bestehe
"in der
Annahme
einer
anderen
Welt
hinter
der
unseren:
Die Welt
in
diesen
Romanen
ist
nicht
mehr
flach
und für
kurze
Zeit
vordergründig
reizend,
ohne
Visionen
und
geheimnislos,
vielleicht
schon
gänzlich
ausgekostet.
Bei
vielen
jungen
Leuten
ist die
reale
Welt, in
der sie
leben,
vielleicht
auch
schon
ohne
jeden
erotischen
Zauber,
wenn
manche
schon
mit
achtzehn
einem
halben
Dutzend
Freunden
den
Laufpass
gegeben
haben.
Der
bedeutendste
Soziologe
des 20.
Jahrhunderts,
Max
Weber,
hat den
Begriff
der
Entzauberung
der Welt
geprägt.
Joanne
K.
Rowland
hat sich
im
wahrsten
Sinne
des
Wortes
um eine
Wiederverzauberung
der Welt
verdient
gemacht,
auch
wenn es
sich um
eine
zweifelhafte
handelt."
Dieser
Schritt
über die
Schwelle
in eine
andere
Welt,
der bei
Harry
Potter
so viele
fasziniert,
ist uns
in
diesem
Jahr an
dem
großen
Papst
Johannes
Paul II.
in viel
realerer
Weise
deutlich
geworden.
"Eine
Schülerin
von ihm
sagte
einmal:
‚Er ist
seit 80
Jahren
dorthin
unterwegs,
wo er
immer
schon
sein
wollte’.
Johannes
Paul II.
hat der
Welt
vorgelebt,
dass der
Schritt
in die
jenseitige
Welt
leben
hilft,
dass er
hilft,
auch
große
Unsicherheiten
und
Verunsicherungen
von
anderswoher
zu
lösen.
"In den
letzten
Jahren
ist das
immer
offenkundiger
geworden,
dass
hier ein
Mensch
zwar in
unserer
Welt
lebt,
aber
Kraft,
Mut,
Hoffnung,
Visionen
und
Inspiration
aus
einer
anderen
Welt
bezieht."
– Dieser
Mensch
hat die
Welt
geprägt
über
seinen
Tod
hinaus:
Die 1,1
Millionen
Menschen,
die zum
Weltjugendtag
nach
Köln
gekommen
waren,
waren
noch von
seinem
Geist
getragen.
Müller
machte
Mut, die
"andere
Welt
hinter
dem
Weihwasserbecken"
zu
entdecken,
als
Christen
den
Schritt
über die
Schwelle
immer
neu zu
tun,
indem
wir
wahrnehmen,
was die
Kirche
uns an
Überlebenshilfen
anbietet,
die
existentiell
sind:
So lässt
etwa das
Beten
des
Kreuzwegs
lernen,
"dass
die
Mühsal
des
Lebens
kein
Herausfallen
aus der
Welt
ist,
sondern
dazu
gehört
und
zeigt,
dass
alle
Mühsal
uns
nicht
klein
kriegt."
Die
Beichte
sagt
uns,
"wenn
wir auf
den
Straßen
unseres
Leben im
Straßengraben
gelandet,
gegen
eine
Wand
gefahren
sind,
das
wahre
Leben,
das uns
in der
Taufe
geschenkt
worden
ist,
kann
hier
wieder
gewonnen
und
erneuert
werden."
Der
Blick
auf die
Heiligen
zeigt,
"dass
nicht
wenige
die
Straßen
des
Lebens
glücklich
vollendet
haben.
Das Bild
Marias,
das es
in jeder
katholischen
Kirche
gibt,
ist ein
Bild
mütterlicher
Sorge,
das die
barmherzige
Vaterliebe
Gottes,
die uns
im
Bußsakrament
begegnet
in einem
weiteren
menschlich-mütterlichen
Ton
bereichert."
Als
Christ
hat man
das Gute
noch vor
sich
Der
Schritt
über die
Schwelle
einer
Kirche,
über die
Schwelle
unseres
Glaubens
führt
schließlich
zur
Begegnung
mit dem
Herrn im
Sakrament:
"’Unsere
größte
Sorge
sollte
sein,
dass
Gott
angebetet
und
geliebt
wird’".
Dieses
Wort von
Karl
Rahner
ist das
beste
Heilmittel
gegen
Egomanie,
das es
gibt,
gegen
das sich
selbst
und die
Welt neu
erfinden,
in einer
Gesellschaft,
die Gott
aus der
Verfassung
streicht
und
deren
Politiker
Gott aus
der
Eidesformel
weglassen.
Wenn
Anbetung
die
größte
Sorge
ist,
dann ist
das
eigene
Ego
automatisch
nicht
mehr das
Größte.
Dann
stimmen
wieder
die
Verhältnisse."
Der
Referent
schloss
mit
einem
Wort,
das er
einmal
in einer
Predigt
Pater
Alliendes
gehört
hatte
und das
ihn
seither
begleitet:
"’Als
Christ
hat man
das Gute
noch vor
sich".
Ich füge
hinzu,
egal,
welche
Lebenstäler
wir bis
zum Ende
unseres
Lebens
durchschritten
haben.
Das
Leben
Johannes
Pauls
macht
diesen
Ausdruck
des
christlichen
Glaubens
glaubhaft.
Wir
dürfen
annehmen,
dass er
jetzt
dort
lebt, wo
er immer
schon
sein
wollte,
im Hause
des
Vaters.
"Als
Christ
hat man
wahrhaft
das Gute
noch vor
sich".
Unser
Glaube
trägt
Es
folgte
eine
Diskussion,
in der
verschiedene
Akzente
vor
allem
des
Statements
nochmals
zur
Sprache
kamen.
Lichtzeichen
wurde
von
Müller
als eine
Möglichkeit
erwähnt
der
„demographischen
Katastrophe“
praktisch
in
kleinem
Rahmen
zu
begegnen.
Lichtzeichen
sei ein
Verein
mit
engagierten
Frauen
und
Männern
mit
verschiedenen
Begabungen,
die sich
gegenseitig
ergänzten,
angefangen
beim
Gebet,
über die
direkte
Begleitung
von
Frauen
in
Konfliktsituationen,
Frauen
in Not
und
Frauen
nach
Abtreibung,
Geld-
und
Sachspenden,
einfache
Mitgliedschaft
bis hin
zur
konzeptionellen
Arbeit
des
Vereins |