Lass deine Liebe zu einer lebendigen Tat werden
von eichenberg am 13.12.2006, 19:45

Martina Sauer, 2. Vorsitzende des Vereins Lichtzeichen, wurde vom Ausrichter des Welt-Gebets-Kongresses für das Leben, HLI, = human life international, einer der größten Lebensschutzgruppen weltweit, gebeten, als Dolmetscherin an diesem Kongress teilzunehmen. Sie fuhr nach Fatima und war tief beeindruckt.
 

Madre Virginia, leibliche Schwester der im Jahre 2004 von Johannes Paul II. heiliggesprochenen Ärztin und Familienmutter Gianna Beretta Molla, zeigte in ihrem bewegenden Zeugnis, dass der christliche Auftrag der alltägliche ist und damit der kleine Weg, der jedem offensteht. Gianna, ihre Schwester, wurde aufgrund ihrer Berufung als Mutter, wegen Erfüllung ihrer mütterlichen Aufgabe, kanonisiert. P. Dr. Leo Maasburg stellte am Beispiel der seligen Mutter Teresa dar, wie jeder christliche Auftrag konkrete Gestalt annimmt. „Put your love into a living action“ (Lass deine Liebe zu einer lebendigen Tat werden), so lautet die schlichte Maxime der Seligen. Sie wurzelt in Jesu Wort am Kreuz: „Mich dürstet.“ Die Sehnsucht des Gekreuzigten beantwortet Mutter Teresa in ihrem Einsatz für die Ärmsten der Armen, in denen der Gekreuzigte ihr begegnet – im Gewand des Aussätzigen.

Monsignore Reilly, Gründer der Helpers of God’s Precious Infants, zeigte auf, dass diese Ärmsten überall sind: in Kalkutta, in New York, in Ulm, in Linz. Er und seine Helfer wollen an den Orten, an denen Abtreibungen stattfinden, anwesend sein und Hilfe geben: betend, beratend, tröstend. Durch ihren Einsatz haben auf allen Kontinenten Abtreibungsstätten ihre Tore geschlossen.

Bischof Romer sprach gegen Ende des Kongresses vor der Fatima-Statue das feierliche Weihegebet, das Johannes Paul II. am Ende seiner Enzyklika Evangelium vitae allen Gläubigen anvertraute: O Maria, Morgenröte der neuen Welt, Mutter der Lebendigen, Dir vertrauen wir die Sache des Lebens an …

Martina Sauer erlebte diese Tage in Fatima als spannend und arbeitsreich. "Ich habe in Fatima mit fünf weiteren Dolmetschern fünf Tage lang gearbeitet. Wir haben gemeinsam unser Bestes gegeben, um die Vorträge der Referenten für die Zuhörer aus USA, Europa, Russland so ins Englische, Französische, Spanische und Portugiesische zu übersetzen, dass die Lebendigkeit und die Herzenswärme der Vortragenden für jeden im Saal spürbar wurde. Ich war sehr berührt von den lebendigen Vorträgen, von der Persönlichkeit der Referenten und von den vielen Teilnehmern, die sich alle in ihren Heimatländern für den Schutz ungeborenen Lebens (zum Teil Tag und Nacht!) einsetzen. Beeindruckend war auch der Humor, der trotz der Schwere des Themas, immer wieder den ganzen Kongresssaal zum Lachen brachte.

„Manchmal haben auch in den Kabinen zusammen geweint, so ergreifend waren die Reden. Ich werde diese Tage niemals vergessen. Sie ermutigen mich, weiterhin das mir Mögliche einzusetzen, um Leben zu retten. ‚Lichtzeichen’ ist dabei der für mich passende Platz. Und mit dem Schönstattheiligtum im ‚Rücken’ kann es gelingen."

 

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