|
"Ja, ich
bin
glücklich
mit
meiner
behinderten
Schwester"
sagte
eine
jugendliche
Teilnehmerin
in dem
Gesprächskreis,
den
Lichtzeichen
e.V. und
die
Schönstattbewegung
im
Jugendzentrum
angeboten
hatte,
um junge
Leute
mit dem
brisanten
Thema
"Ich
komme
mir
grenzenlos
verlassen
vor –
Ungewollt
schwanger
und die
Angst
vor dem
neuen
Morgen"
zu
erreichen.
Ein
Tabuthema
in
unserer
Gesellschaft
ist das
Thema
Abtreibung
und die
unabsehbaren
Folgen
für den
Schutz
des
Lebens
und die
Psyche
der
Mutter.
In
diesem
Zusammenhang
stand
das Bild
der
"drei
Affen" –
nicht
hören,
nicht
sehen,
nicht
sprechen"
von
Keith
Haring,
das zu
Beginn
der
Gesprächsrunde
gezeigt
wurde.
Dabei
ist
Reden in
diesen
Tunnelsituationen,
in der
Not, in
der sich
sonst
Einsamkeit
und
Alleingelassensein
breit
macht,
so
wichtig,
damit es
Lichtzeichen
am Ende
des
Tunnels
geben
kann, so
P. Dr.
Michael
Joh.
Marmann.
Rege
Beiträge
und eine
dichte
Atmosphäre
bildeten
den
Boden,
um
dieses
sensible
Thema
anzugehen.
Spannend
wurde es
für die
Mitarbeiter
des
Lichtzeichen
Podiums
gleich
bei der
Ankunft
im
Jugendzentrum
mit der
Hiobs-Botschaft,
dass der
im
Programm
angegebene
Raum
belegt
sei und
Ersatz
gefunden
werden
müsse.
Doch in
kürzester
Zeit war
ein
adäquater
Klassenraum
gefunden.
Junge
Mädchen
schrieben
rasch
Zettel,
auf
denen
die
Änderung
angekündigt
wurde,
klebten
eine der
Lichtzeichen-Babykarten
dazu und
säumten
damit
den Weg
von der
Eingangstür
des
Otto-Hahn-Gymnasiums
bis zum
neuen
Veranstaltungsraum
209. Der
füllte
sich
rasch
auch
noch
nach
Beginn
des
Podiums
und zum
Schluss
gab es
keinen
freien
Stuhl
mehr.
Etwa 70%
der
Teilnehmer
waren
junge
Leute im
Alter
zwischen
15 und
18
Jahren
"Vor
allem
Jugendliche
hatten
wir uns
als
Zielgruppe
gewünscht",
freut
sich
Ulrike
Eichenberg.
Auch
hier die
Frage
der
Gerechtigkeit
Beeindruckend
waren
die
Statements
von
Luise
Wolking
und
Marie-Helen
Neihs.
Frau
Wolking
hat eine
adoptierte
Nichte,
wie sie
berichtete,
die
nicht
mehr am
Leben
wäre,
wenn
damals
die
17jährige
Mutter
mit
ihrer
Unterstützung
nicht
die
Möglichkeit
gehabt
hätte,
dieses
Kind zur
Adoption
frei zu
geben.
Ihre
Nichte
ist
heute
eine
lebensfrohe
junge
Frau von
21
Jahren.
Doch wie
viele
Frauen
in
solchen
Notsituationen
haben
niemanden,
der sich
ihrer
annimmt.
Deshalb
engagiere
sie sich
so sehr
für
Lichtzeichen,
dem
Verein,
der sich
zur
Aufgabe
gemacht
habe,
diesen
Frauen
in
Konfliktsituationen
oder
nach
einer
Abtreibung
zur
Seite zu
stehen.
Frau
Neihs
berichtete
von
einer
Frau
ihres
Alters,
die
abgetrieben
habe und
aus
deren
Erzählungen
sie noch
immer
unendliches
Leid
erspüren
könne.
Es wurde
auch
über das
Post-Abortion-Syndrom
informiert,
die
psychischen,
traumatischen
Folgen
der
Mütter,
die sie
ohne
eine
gute
Begleitung
ein
Leben
lang
verfolgen.
Die
Symptome
wie
Depressionen,
Verlustängste
und
Schuldgefühle
treten
oft erst
später
auf;
manchmal
würde
die
Abtreibung
zunächst
als
Befreiung
erlebt.
Entsetzen
machte
sich
unter
den
Teilnehmern
breit
bezogen
auf die
Informationen
zu
Spätabtreibungen,
jenen
Abtreibungen
zu
Zeiten,
in denen
die
Kinder
außerhalb
des
Mutterleibes
lebensfähig
wären
und die,
wie
berichtet
wurde,
nach der
Abtreibung
in einem
kleinen
Bettchen
sterben
müssten.
Auch die
Kenntnis
über die
Bevorzugung
im
Hinblick
auf die
Sozialhilfe
derjenigen
Mütter,
die
abgetrieben
haben
gegenüber
jenen,
die ihr
Kind
doch
austragen,
führte
zu
geschockten
Zwischenbemerkungen
der
Zuhörer
und die
Frage
der
Gerechtigkeit,
dem
Thema
des
Katholikentages,
tauchte
auf.
Schön
war es
zu
erleben,
wie die
junge
Teilnehmerin
über
ihre
behinderte
Schwester
berichtete,
die der
Sonnenschein
der
ganzen
Familie
sei.
Lichtzeichen
dafür,
dass
auch ein
Leben
mit
einem
behinderten
Kind,
das man
aus
Gottes
Händen
ganz
angenommen
und
nicht
abgetrieben
hat, ein
erfülltes
Leben
für alle
bedeuten
kann
trotz
aller
Arbeit
und Not
mit
einem
solchen
Kind.
Pia
Scherer
Folie:
Ulrike
Eichenberg |