Gleichberechtigung
statt
Gleichmacherei
14.11.2008
|
Freifrau von Heereman widersprach vehement Thesen der
„Gender Mainstreaming-Ideologie“ |
|
-pli- Sayn/Vallendar. „Gender Mainstreaming” – das ist wieder so ein Wort, mit dem viele wenig oder gar nichts anfangen können. Aber auch etliche, die es kennen, sind über seine Inhalte nur vage im Bilde, obwohl Gender Mainstreaming längst in Politik und Gesellschaft eingeflossen ist – ohne dass es allerdings in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert wurde. Freifrau Michaela von Heereman (Meerbusch), Publizistin, Theologin und Mutter von sechs Kindern, setzte sich bei einer Vortragsveranstaltung in Schloss Sayn kritisch mit dem Thema auseinander.
|

|
|
Oberflächlich betrachtet könne man glauben, Gender-Mainstreaming verfolge die Gleichstellung und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, sagte die Referentin. Doch tatsächlich handele es sich vor allem um Gleichmacherei - so als ob es keine Unterschiede gebe oder geben dürfe zwischen Mann und Frau. Da diese Ideologie vor allem davon ausgehe, dass die Existenz von „Mann“ und „Frau“ nur auf einer Erfindung der Gesellschaft und der Erziehung beruhe, sei schon ihr Ansatz falsch, betonte von Heereman. „Wer die Existenz des biologischen Geschlechts leugnet und nur noch das sogenannte soziale Geschlecht (Gender) für zulässig hält, kann keinem der beiden Geschlechter nutzen.“ Die von der Gender Mainstreaming proklamierte Gleichheit der Geschlechter verführe zu der absolut irrigen Schlussfolgerung, dass sich der Mensch seine sexuelle Orientierung stets selbst wählen und sich sozusagen immer wieder selbst neu erfinden könne - so als ob das ein unstreitbares Grundrecht sei.Die Unterschiede zwischen Mann und Frau beschränkten sich keineswegs nur auf ihre körperliche Verschiedenheit, sondern auch auf unterschiedlichem Denken, fuhr die Referentin fort. Stärken des weiblichen Geschlechts sei seine Intuition für Personen und Situationen, ein besonderes Sprachvermögen und vertiefendes beziehungsstiftendes Denken, während Männer beispielsweise besser räumlich denken könnten. In Partnerschaften, in denen Männer wirklich Väter und Frauen wirklich Mütter sein könnten, ergänzten sich diese Unterschiede in idealer Weise.
|
|
Zu dem überaus gut besuchten Vortag im Festsaal von Schloss Sayn hatten die Schönstattbewegung Frauen und Mütter (Vallendar) in Kooperation mit „Lichtzeichen“, ein aus der Schönstattbewegung entstandener Verein, der schwangere Frauen in schwierigen Lagen vielfältig begleitet und dessen Schirmherrin Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ist, sowie der Förderkreis Abtei Sayn gemeinsam eingeladen.
|
 |
|
Fürstin Gabriela, die den Abend unter dem Thema „Geschlechtergerechtigkeit“ mit einem engagierten Grußwort eingeleitet hatte, sprach sich dabei für die Stärkung der Familie aus. Sie war sich mit Schwester Dr. Nurit Stosiek einig, die betonte, dass Gott den Menschen als Mann und Frau erschaffen habe mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Da die Gender Mainstreaming-Ideologie gerade dies leugne, müsse man sich klar und deutlich gegen deren Erfindung „des dritten Geschlechts“ artikulieren, wie es Freifrau von Heereman überzeugend getan habe und immer wieder tue.
|
Artikel und Foto unten: Peter Lindemann
|
|