Lichtzeichen
schaut dankbar auf ein großes Jahr
15.12.2008

Lichtzeichen für das Leben

In Vallendar ansässiger Verein schaut dankbar auf ein großes Jahr

Im November fand die diesjährige Mitgliedervollversammlung von Lichtzeichen statt. Einige der Mitglieder waren von weit her angereist. Sie alle waren sich einig: Der Einsatz für das Leben von ungeborenen Kindern und der Schutz schwangerer Frauen hat für sie Priorität Nummer eins.

In diesen Tagen macht Lebensschutz wieder Schlagzeilen: Spätabtreibungen sind heiß diskutiert. Als 1998 der Fall des Oldenburger Babys publik wurde, einem Jungen, der die eigene Spätabtreibung überlebte, signalisierten Politiker auch aus der SPD - die Bereitschaft, die Praxis der Spätabtreibung abzuschaffen oder zumindest einzudämmen. Doch es blieb bei Beteuerungen.

Wie schwer es in unserer Gesellschaft ist, sich für ein Kind zu entscheiden, das erleben die Mitglieder des in Vallendar bei Koblenz ansässigen Lichtzeichen e.V. täglich neu.

Lichtzeichen - der Name ist ein Programm: gegründet mit der Intention, Frauen im Schwangerschaftskonflikt Hilfe zu sein und ihnen Perspektiven für ein Leben mit Kind aufzuzeigen.

„Diesen Frauen in ihrer Not und Einsamkeit zu vermitteln: ‚DU bist nicht allein. Wir schaffen das!’, dazu sind wir da“, macht die Vorsitzende Maria Engler in ihrem Bericht vor den versammelten Mitgliedern erneut deutlich. Ulrike Eichenberg erzählt aus der Praxis der Begleitung schwangerer Frauen.

v     Das im Oktober geborene Mädchen, dessen Mutter bereits den Termin in der Abtreibungsklinik hatte,

v     das Dankesschreiben einer alleinerziehenden jungen Mutter für Erstlingsausstattung, Kinderwagen und Kindersitz,

v     die Freude einer moslemischen Frau über die erfahrene Hilfe in Gesprächen,

und vieles mehr sind Grund zur Dankbarkeit für 7 Jahre Lichtzeichen. 

Die Gründung von „Lichtzeichen“ geschah 2002. Inzwischen ist der Verein gut etabliert. Während der Öffnungszeiten montags und mittwochs sind die Lichtzeichen Begegnungsräume in der Höhrer Straße gut besucht. Auch außerhalb dieser Zeiten begleiten die Mitarbeiterinnen mit viel Liebe und hoher Einsatzbereitschaft Frauen während der Schwangerschaft und nach der Geburt ihres Kindes, wenn nötig rund um die Uhr.

Sorgen, wie sich der Verein den wachsenden personellen und finanziellen Herausforderungen stellen kann, gibt es natürlich auch. Die bisherige Entwicklung hat gezeigt, dass in den nächsten Jahren weitere Schritte notwendig sind, damit eine kontinuierliche Aufbauarbeit des Vereins gewährleistet bleibt. Es gibt vermehrt Anfragen, schwangere Frauen für kurze Zeit unterzubringen, um ihnen aus seelischer und oft auch wirtschaftlicher Not heraushelfen zu können. Eines steht fest: Es braucht für diese Arbeit ein dauerhaftes Zuhause und größere Begegnungs- und Lagerräume.

Die Mitglieder des Vereins sind zuversichtlich. Sie vertrauen auf die solidarische Hilfe Vieler.

Das Wort von Papst Johannes Paul II. bedeutet ihnen nach wie vor in allen Herausforderungen Ermutigung:

„So möchte ich euch in eurem Einsatz bestärken, ...

Dazu gehört auch das konkrete Eintreten für das Leben gerade in der Gefährdung und Bedrohung durch eine sich verbreitende Kultur des Todes, wie sie die Abtreibung auf schreckliche Weise darstellt. Hier sind alle Gläubigen aufgefordert, ‚Lichtzeichen‘ zu setzen, derer die Welt immerzu bedarf.“

Johannes Paul II., Audienz am 9. September 2004

Weitere Informationen: Lichtzeichen e.V., Höhrer Straße 93, 56179 Vallendar www.lichtzeichen.org

 

 

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