Gegen Spätabtreibungen - für das Leben
von eichenberg am 23.12.2004, 22:04


Alle deutschen Kirchenzeitungen haben eine Unterschriftenaktion gegen Spätabtreibungen gestartet. Sie erfolgte zur Unterstützung eines Antrags verschiedener CDU-Bundestagsabgeordneter, die sich gegen Spätabtreibungen stark machen wollen. Mitte Februar 2005 findet zu diesem Thema im Bundestag eine Anhörung statt. Zuvor soll durch das Vorlegen (hoffentlich) zahlreicher Unterschriften aus dem Volk darauf aufmerksam gemacht werden, dass viele Menschen dieses Anliegen unterstützen. Der "Paulinus", die Wochenzeitung im Bistum Trier, führt diese Unterschriftenaktion in Zusammenarbeit mit "Lichtzeichen" durch.

Einwirken in das politische Geschehen

Im Dezember führten Mitarbeiterinnen von Lichtzeichen auf Initiative von Anna-Maria Briese, Fraktionsvorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion ein Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Julia Klöckner, Theologin und Mitglied der Ethikkommission des Deutschen Bundestages und Hedi Thelen (MdL), sozialpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion. Darin ging es neben der Vorstellung von Zielen und der Arbeit des Vereins auch um den Antrag der CDU-Abgeordneten vom Oktober 2004 "Vermeidung von Spätabtreibungen - Hilfen und Eltern für Kinder". Julia Klöckner ist eine der Antragstellerinnen und erläuterte die Dringlichkeit dieses Anliegens im Hinblick darauf, dass das Grundgesetz den Staat verpflichte, menschliches Leben, auch das ungeborene, zu schützen.

Der Gesetzgeber muss unhaltbaren Zustand beenden

Seit Jahren nimmt in Deutschland die Zahl der sogenannten Spätabtreibungen zu. Diese Spätabtreibungen sind besonders grausam, weil sie nach geltendem Recht bis unmittelbar vor der Geburt durchgeführt werden dürfen, d.h. zu einem Zeitpunkt, zu dem die Kinder außerhalb des Mutterleibes bereits lebensfähig wären.

Wir lehnen Spätabtreibungen entschieden ab und fordern den Gesetzgeber dazu auf, diesen unhaltbaren Zustand endlich zu beseitigen.
Die absehbare Behinderung eines Kindes darf rechtlich nicht als Schaden gelten.
Die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik müssen verantwortungsbewusst eingesetzt werden. Eltern, die auf diese Diagnostik verzichten, darf kein Nachteil entstehen.

Abtreibung grundsätzlich abzulehnen

Bruno Sonnen, Chefredakteur des Paulinus, schreibt im Editorial der Weihnachtsausgabe u.a.: "Um jegliche Missverständnisse zu vermeiden an dieser Stelle der klare Hinweis: Mit dem Protest gegen Spätabtreibungen sollen keineswegs die derzeit gängige Abtreibungspraxis insgesamt sowie die geltende Rechtslage in Deutschland sozusagen stillschweigend akzeptiert werden, ganz im Gegenteil. Abtreibung ist und bleibt grundsätzlich abzulehnen, weil sie die Tötung eines ungeborenen Kindes ist. Spätabtreibungen zeigen nur besonders deutlich, wohin die derzeitige Abtreibungsregelung führt, und deshalb ist der Widerstand der Bundesregierung gegen die CDU/CSU-Initiative zur Vermeidung von Spätabtreibungen besonders traurig."

Wir möchten unsere ganze Schönstattfamilie und darüber hinaus viele Menschen anregen, ihre Stimme gegen diese besonders schreckliche Form der Abtreibung zu erheben. Wir sehen darin eine Möglichkeit, eine Gesetzesänderung zum Schutz ungeborener Kinder zu erwirken.

Kurz vor der Anhörung im Bundestag zum Thema, Mitte Februar, werden in Berlin die gesammelten Unterschriften überreicht werden.

Die Geburt eines behinderten Kindes darf nicht als Schaden gelten.

Helfen Sie Zeichen zu setzen für das Leben, zum Schutz ungeborener Kinder.


Weitere Infos: www.bistumsblatt.paulinus.de

Aktuelle Info: Aktion wird bis Ende März fortgeführt!

Für die Übergabe der Unterschriften hat Bundestagspräsident Thierse einen Termin am 3. Februar 2005, 11.45 Uhr angeboten. Den Initiatoren ist bewusst, daß dieser Termin sehr früh liegt und daß die Unterschriftensammlung zu diesem Zeitpunkt in vielen Diözesen noch nicht abgeschlossen ist und daß die Kampagne insgesamt zu ihrer Entfaltung eigentlich noch wesentlich mehr Zeit benötigt. Damit aber vor allem die Kirchenzeitungen mit ihrer längeren Vorlaufzeit die Möglichkeit haben, vor der Anhörung im Bundestag noch von der Unterschriftenübergabe zu berichten, ist dieser Termin angenommen worden. "Wir betrachten den Besuch bei Bundestagspräsident Thierse nicht als Endpunkt der Aktion, sondern gewissermaßen als öffentlichkeitswirksamen Auftakt für ihre Fortsetzung. Wir schlagen vor, die Aktion bis voraussichtlich Ende März zu verlängern und dann in einer Pressekonferenz die Gesamtzahl der eingegangenen Unterschriften bekannt zu geben," schreiben Bernhard Remmers, Norbert Rönn und Dr. Christoph Brass als Sprecher der Bistumspresse und Katholikenräte.

Die Unterschriftenlisten senden an:
Lichtzeichen e.V., Ulrike C. Eichenberg, Deutschherrenstr. 53a, 56179 Vallendar, 0261/9634174

 

» zurück