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Am 3.
Februar
ist
Übergabe
an
Bundestagspräsident
Thierse
–
Resonanz
auf die
Initiative
gegen
die
Spätabtreibung
in den
lateinamerikanischen
Medien
DEUTSCHLAND,mkf.
"Fast
täglich
kommen
Unterschriftenlisten
bei uns
an,
manchmal
ganze
Packen,
jetzt
läuft es
wirklich
an,"
sagt
Ulrike
Eichenberg
am Abend
des 20.
Januar
nach der
Messe in
der
Anbetungskirche.
Als
Mitglied
von
"Lichtzeichen
e.V."
ist sie
seit
Wochen
im
Einsatz
für die
von den
Bistumszeitungen
und dem
Speyrer
Katholikenrat
angestoßene
Initiative
gegen
die
Spätabtreibung.
Immer
öfter
wird die
medizinische
Indikation
im Sinne
des
Paragraphen
218 Abs.
2 dazu
verwendet,
um bis
kurz vor
der
Geburt
Abtreibungen
vorzunehmen
von
behinderten
oder
schwer
kranken
Kindern.
"Das
wollen
und das
dürfen
wir
nicht
einfach
hinnehmen",
so
Ulrike
Eichenberg.
Am
selben
Tag, 20.
Januar,
erschien
in
mehreren
lateinamerikanischen
Medien
ein
Artikel
über
diese
Initiative
in
Deutschland.
Inzwischen
sind bei
"Lichtzeichen"
1218
Unterschriften
eingegangen,
etwa 400
weitere
sind
angekündigt.
Es ist
die
Sensibilität
für das
Leben,
um
seinen
Wert und
seinen
Schutz;
es ist
die
Ehrfurcht
vor dem
Menschen,
das
Gespür
für
seine
Würde
als
Person
in allen
Phasen
und in
allen
Erscheinungsformen
des
Lebens,
auch des
leidenden,
des in
seiner
Ausdrucks-
und
Gestaltungsfähigkeit
eingeschränkten
Lebens,
die aus
der
deutschen
Schönstatt-Bewegung
heraus
Initiativen
wie
"Menschenwürde
in allen
Phasen
des
Lebens –
Nein zur
aktiven
Sterbehilfe"
oder
"Lichtzeichen
e.V."
hat
entstehen
lassen
und in
Ländern
Südamerikas
auf
Prävention,
Ausbildung
und
Erziehung
ausgerichtete
Sozialprojekte
hat
entstehen
lassen
wie etwa
"Apoyo
Familiar"
von Dr.
Ana Mon,
"Dequeni"
in
Paraguay
oder
"Hoffnung
des
Neuen
Lebens"
in der
Dominikanischen
Republik.
"In
unserem
Land
kann man
selbst
entscheiden,
wenn man
nicht
mehr
leiden
will"
"Seit
Kindheitstagen
habe ich
eine
Freundin
in den
Niederlanden,"
berichtet
Ulrike
Eichenberg.
"Wir
haben
früher
stets
die
gesamten
Ferien
miteinander
verbracht
-
entweder
bei uns
zu Hause
oder bei
ihren
Eltern
in
Holland.
Nachdem
wir
beide
geheiratet
hatten,
lockerte
sich der
Kontakt,
aber wir
hatten
regelmäßig
Verbindung.
Irgendwann
erzählte
sie mir
traurig
von
einem
befreundeten
Ehepaar
mit 2
kleinen
Kinder.
Der Mann
war
schlimm
an Krebs
erkrankt
und
musste
viel
leiden.
Eines
Tages
berichtete
sie, er
sei nun
gestorben;
kurz
bevor er
sich
habe
töten
lassen
wollen.
Das war
das
erste
Mal,
dass so
etwas so
nah an
mich
heran
kam. Ich
war
entsetzt
und
fragte:
"Ja,
wie?
Geht
denn so
etwas
überhaupt???"
"Ja
selbstverständlich!
In
unserem
Land
kann man
selbst
entscheiden,
wann man
nicht
mehr
leiden
will.
Und das
ist auch
gut so."
Sie war
davon so
überzeugt
und
beinahe
mitleidig,
dass
solche
Dinge im
rückständigen
Deutschland
nicht
möglich
waren.
Der
Kontakt
war
danach
nicht
mehr wie
vorher.
Ich
denke,
dass
viele
Menschen,
die so
denken
und
empfinden,
von
falschen
Mitleidsgedanken
getragen
sind.
Ich kann
das Leid
des
anderen
nicht
ertragen.
Aber:
einmal
davon
geleitet
und dem
nachgegeben
- und es
gibt
kein
Halten
mehr.
Diese
Überzeugung
nährt
auch
meine
Motivation,
mich für
die
Unterschriftenaktion
gegen
Spätabtreibung
einzusetzen
und ich
freue
mich
über
jede
noch so
kleine
positive
Resonanz.
Nach und
nach
trudeln
jetzt
die
Unterschriftenlisten
ein.
Besonders
schön
ist die
Begleitpost.
Die
Menschen
bedanken
sich für
den
wichtigen
Einsatz,
ermuntern
und
wünschen
Segen.
So
Gabriela
Fürstin
zu
Sayn-Wittgenstein:
"Ihnen,
Ihren
Mitstreitern
von
Lichtzeichen
, sowie
dem
Paulinus
danke
ich sehr
herzlich
für Ihre
Initiative,
denn die
Abtreibungspraxis
in
Deutschland
macht
betroffen.
Dies
gilt im
besonderen
für die
Spätabtreibungen,
die
besonders
grausam
sind,
aber
auch für
Abtreibungen
generell.
Gerade
in einem
Land wie
Deutschland,
müssen
wir alle
gemeinsam
daran
arbeiten,
dass
Mütter
erst gar
nicht in
die
traurige
Situation
kommen
eine
Abtreibung
in
Erwägung
zu
ziehen.
Jeder
Mensch
hat das
Recht
auf
Leben,
von
Anfang
an."
Menschen
machen
sich
einfach
auf den
Weg
Es
braucht
oft nur
den
Anstoß.
Menschen
lassen
sich
bewegen,
machen
sich auf
den Weg.
Ulrike
Eichenberg:
"Vor
einigen
Tagen
fragte
mich ein
Kollege,
ob ich
einen
Herrn
Sowieso
kenne.
Als ich
verneinte,
meinte
er:
"Aber er
läuft
doch mit
ihren
Unterschriftslisten
herum.
Bei
meiner
Mutter
war er
auch.
Sie hat
ebenfalls
unterschrieben."
Ich
kenne
den Mann
wirklich
nicht.
Vor
einigen
Tagen
rief
mich
eine
Frau an
und bat
um
Argumentationshilfe.
Sie
erhielt
die
Liste
durch
eine
Bekannte
und hat
sich in
ihrer
Nachbarschaft
auf den
Weg
gemacht
um
Unterschriften
zu
sammeln.
Sie sei
konsequent
für das
Leben,
aber die
Argumente,
denen
sie sich
nun
gegenüber
sah,
seien
eine
ganz
neue
Erfahrung.
Gestern
erhielt
ich
einen
Anruf
aus der
Diözese
Rottenburg-Stuttgart.
Es war
die
Vorsitzende
der
Aktionsgemeinschaft
für das
Leben.
Sie
hatte
durch
die
Verantwortlichen
der
Pilgerheiligtumgskreise
von der
Kampagne
gegen
Spätabtreibungen
erfahren
und
berichtete,
dass sie
die
Unterschriftenlisten
breitgefächert
versandt
habe.
Sie
freue
sich so,
dass es
Lichtzeichen
gibt und
dass wir
uns hier
gegenseitig
unterstützen
können.
Heute
erreichte
mich der
Anruf
einer
Dame,
die von
der
Aktion
über die
Rhein-Zeitung
erfahren
hatte.
Sie bat
um
Information
über
Lichtzeichen
und über
die
Kampagne.Sie
gehört
zum
Christus
Zentrum,
einer
freikirchlichen
Gemeinde,
der
evangelischen
Kirche
angelehnt.
Wir
haben
eine
Weile
gesprochen.
Ich habe
mich
dabei
wohlgefühlt.
Wir
hatten
gleich
gutes
Übereinkommen
in
unserem
Anliegen
für das
Leben
einzutreten.
Sie
berichtete,
dass sie
selbst
mit 41
Jahren
noch
einmal
ein Kind
erwartete.
Während
der
Schwangerschaft
wurde
sie vom
Arzt
einer
Uniklinik
darauf
hingewiesen,
dass es
jetzt
Zeit für
die
Fruchtwasseruntersuchung
sei. Als
sie das
ablehnte,
weil
aufgrund
ihres
Glaubens
das
Ergebnis
keinen
Einfluss
auf ihre
Entscheidung
zum Kind
habe und
diese
Untersuchung
außerdem
ein
Risiko
sei,
antwortete
der
Arzt:
"Ja, für
meine
Frau
würde
ich
diese
Untersuchung
auch
nicht
machen
wollen,
aber ich
bin dazu
verpflichtet,
sie
ihnen
anzubieten."
Am
kommenden
Sonntag
werden
in
diesem
Christus-Zentrum
die
Unterschriftenlisten
ausliegen.
Sie wird
speziell
dazu im
Gottesdienst
berichten
und sich
für
einen
guten
Erfolg
einsetzen.
Ich
freue
mich so,
dass der
Schutz
des
ungeborenen
Lebens
auf so
breiter
Basis
Initiative
weckt -
Organisationen
und
Initiativen
mit je
ganz
eigenem
Profil -
und
überkonfessionell.
"Du
sollst
nicht
töten."
Das ist
für
jeden
Menschen
bindend.
Da kommt
so ganz
nebenher
ein
Stück
weit
Ökumene
zustande,
wie ich
sie mir
vorstelle:
Das, was
uns
gemeinsam
ist,
stärken!"
Was sich
Ulrike
Eichenberg
wünscht?
Bald
noch
viele
Unterschriften!
Wovon
sie
träumt?
"Jeder
Schönstätter
in
Deutschland
eine
ausgefüllte
Liste...
das
wären
Zehntausende
von
Unterschriften,
das
würde
etwas
bewirken!"
Übergabe
der
Unterschriften
ist ein
Auftakt
Für
Unions-Fraktionsvize
Maria
Böhmer
(CDU)
steht
das
gegenwärtige
Recht im
"krassen
Gegensatz"
zum
Grundgesetz,
wonach
niemand
wegen
einer
Behinderung
diskriminiert
werden
dürfe.
Als
Spätabtreibungen
gelten
Abbrüche
ab der
23.
Schwangerschaftswoche;
sie sind
aus
medizinischen
Gründen
zulässig.
So
werden
in
Deutschland
immer
häufiger
Kinder
noch
kurz vor
der
Geburt
abgetrieben,
wenn
Eltern
eine
Behinderung
des
Kindes
befürchten
müssen.
Bisher
sind
alle
Initiativen
zur
Änderung
der
gesetzlichen
Regelungen
am
Widerstand
der
rot-grünen
Mehrheit
gescheitert.
Zuletzt
wurde
eine
Gesetzesinitiative
der
Unions-Fraktion
zur
"wirksamen
Vermeidung"
von
Spätabtreibungen
am 11.
November
mit der
Begründung
zurückgewiesen,
dass die
geltenden
Regelungen
"eindeutig
und
nicht
ergänzungsbedürftig"
seien.
Die
Mehrzahl
der
Spätabtreibungen
wird
nicht
vorgenommen,
weil das
Leben
der
Mutter
durch
die
Schwangerschaft
akut
gefährdet
sei.
Vielmehr
ist
meist
ursächlich,
dass bei
vorgeburtlicher
Diagnostik
eine
wahrscheinliche
Behinderung
des
Kindes
festgestellt
wurde
und man
argumentiert,
dass das
Leben
der
Mutter
durch
die
Geburt
eines
behinderten
Kinders
außerordentlich
beeinträchtigt
oder
gefährdert
würde.
Für die
Übergabe
der
Unterschriften
hat
Bundestagspräsident
Thierse
einen
Termin
am 3.
Februar
2005,
11.45
Uhr
angeboten.
Den
Initiatoren
ist
bewusst,
daß
dieser
Termin
sehr
früh
liegt
und daß
die
Unterschriftensammlung
zu
diesem
Zeitpunkt
in
vielen
Diözesen
noch
nicht
abgeschlossen
ist und
daß die
Kampagne
insgesamt
zu ihrer
Entfaltung
eigentlich
noch
wesentlich
mehr
Zeit
benötigt.
Damit
aber vor
allem
die
Kirchenzeitungen
mit
ihrer
längeren
Vorlaufzeit
die
Möglichkeit
haben,
vor der
Anhörung
im
Bundestag
noch von
der
Unterschriftenübergabe
zu
berichten,
ist
dieser
Termin
angenommen
worden.
"Wir
betrachten
den
Besuch
bei
Bundestagspräsident
Thierse
nicht
als
Endpunkt
der
Aktion,
sondern
gewissermaßen
als
öffentlichkeitswirksamen
Auftakt
für ihre
Fortsetzung.
Wir
schlagen
vor, die
Aktion
bis
voraussichtlich
Ende
März zu
verlängern
und dann
in einer
Pressekonferenz
die
Gesamtzahl
der
eingegangenen
Unterschriften
bekannt
zu
geben,"
schreiben
Bernhard
Remmers,
Norbert
Rönn und
Dr.
Christoph
Brass
als
Sprecher
der
Bistumspresse
und
Katholikenräte.
Die
Teilnehmer
an der
Übergabe
treffen
sich am
3.
Februar
um 10.00
Uhr zu
einer
kurzen
Vorbesprechung
in den
Räumen
der
Katholischen
Akademie
in
Berlin,
Hannoversche
Straße 5
(Nähe
Bahnhof
Friedrichstraße,
Oranienburger
Tor).
Von dort
aus
gehen
sie
gemeinsam
zur
Übergabe
der
Unterschriften
in den
Reichstag.
Für
Lichtzeichen
e.V. und
die
Schönstatt-Bewegung
sind
Maria
Engler,
Ulrike
und
Rainer
Eichenberg
und M.
Kornelia
Fischer
(PressOffice)
dabei.
Aus
Argentinien
kommt
ein
konkreter
Vorschlag
von
Monina
Crivelli,
Mitarbeiterin
in der
Redaktion
von
schoenstatt.de:
"Sollten
wir
nicht
als
Schönstattfamilie
eine
Gebetskette
für den
Erfolg
dieser
Initiative
und der
Anhörung
im
deutschen
Bundestag
machen?
Ich
fange
jedenfalls
heute
damit
an!"
Press-Office
Schönstatt,
Kornelia
Fischer |