Ein Besuch bei Lichtzeichen e.V.  

am 02.03.2009

 

Miteinander Lösungen finden – Ein Besuch bei Lichtzeichen e.V.

Wir, die Schülerinnen der 9a und 9b haben uns im Februar in unserem Wahlpflichtfach Sozialpädagogik mit dem Thema Erziehung zur Verantwortung beschäftigt und dazu ein Projekt durchgeführt. Wir haben auf eigenen Wunsch beschlossen, uns mit dem Projektthema „Teenagerschwangerschaften“ näher zu befassen.
Mit unserer Sozialpädagogiklehrerin Frau Heuer haben wir zu dem Thema Referate erarbeitet, einen Film über den Schutz ungeborenen Lebens und der Abtreibungsproblematik angesehen und die Begegnungsräume des Vereins Lichtzeichen besucht, einer Anlaufstelle für schwangere Frauen in Not. Von diesem Besuch möchten wir hier berichten.

 

Am 11.2. 2009 um 11.00 Uhr gingen wir los und wurden kurze Zeit später von Frau Eichenberg in den Räumen von Lichtzeichen in der Höhrer Straße in Vallendar herzlich willkommen geheißen.
Als wir in das kleine, aber sehr gemütlich eingerichtete Haus kamen, führte Frau Eichenberg uns in einen Raum. Dort standen Kerzen und an der Wand hing ein Marienbild, geschmückt mit Blüten und Kerzen. Frau Eichenberg begrüßte uns und legte uns ein Körbchen mit Schokolade auf den Tisch. Als erstes erzählte sie uns einiges über Lichtzeichen. Der 2002 gegründete Verein ist eine Initiative der Schönstattbewegung. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen von Lichtzeichen sehen ihre Aufgabe darin, schwangere Frauen in Konfliktsituationen zu begleiten – auch über die Geburt hinaus. Durch Gespräche soll Frauen, die Hilfe brauchen, vermittelt werden: „Du bist nicht allein“. Die Frauen sollen ermutigt werden, sich für das Leben ihres ungeborenen Kindes zu entscheiden. Bedürftigen wird auch bei der Vermittlung finanzieller Unterstützung, mit Babyausstattung oder durch die Begleitung bei Behördengängen geholfen. Sehr wichtig ist auch das Gebet für Hilfesuchende.

Anschließend holte Frau Eichenberg ein Album mit Bildern von Kindern, deren Mütter sich alle an Lichtzeichen gewandt haben.
Die Geschichten der Kinder haben uns alle emotional sehr berührt. Frau Eichenberg blätterte in dem Album herum und suchte sich ein paar Fotos von Kindern aus, deren Geschichte sie selbst am meisten berührt hat. Ein paar dieser Kinder bzw. Mütter hatten Schicksale, die uns besonders betroffen gemacht haben. Zum Beispiel hatte eine Frau einen ausländischen Mann geheiratet, der nur die deutsche Staatsangehörigkeit wollte, um sich in Deutschland aufhalten zu dürfen. Sie wurde schwanger und der Mann ließ sie im Stich.
Nachdem Frau Eichenberg uns die Geschichten erzählt hatte, ermöglichte sie uns noch einen Einblick in zwei Räume, in denen Anziehsachen, Spielzeug, Pampers usw. für Mütter bereit liegen, die sich so etwas nicht leisten können. Für dieses Hilfsangebot kann gut erhaltene Babykleidung gern in den Räumen von Lichtzeichen abgegeben werden.

Zum Schluss schenkte Frau Eichenberg uns allen eine Rose, ein Stückchen Merci-Schokolade und eine Grußkarte zum Abschied. Über diese Herzlichkeit haben wir uns ganz besonders gefreut. Es hat uns sehr gut gefallen, einen Einblick in die Arbeit von Lichtzeichen zubekommen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.lichtzeichen.org! (Anna Münz & Antonia Costanza)

 

 

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