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Eine Summe an Hingabe
Lichtzeichen zieht Bilanz und entwirft Pläne für die Zukunft
„Eine Gemeinschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern die Summe an Hingabe.“
Dieses Wort von Antoine de Saint-Exupéry trifft auf die zu, die sich als Freunde, Mitglieder, im Beratungsausschuss und im Vorstand für „Lichtzeichen“ und damit für schwangere Frauen im Konflikt und deren Kinder einsetzen.
Die 1. konstituierende Sitzung nach der Neuwahl des Vorstandes und des Beratungsausschusses war Ende Januar im Pilgerheim Schönstatt.
Es macht Freude sich zu erinnern!
Was vor 10 Jahren mit einer spontanen Initiative für drei schwangere Frauen in Not begann, hat sich mittlerweile zu einem beachtenswerten Verein entwickelt. In den Begegnungsräumen des in Vallendar ansässigen Vereins suchten 2009 170 Frauen Hilfe, viele davon erstmals. Die Mitarbeiterinnen führten Gespräche, hörten mit Verständnis den Sorgen zu, halfen Lösungen zu finden, sortierten mit viel Liebe die Babyausstattungen, legten Windeln bereit, knüpften Verbindungen. Die tatkräftige Hilfe zeigte sich auch durch die Ausgabe von Lebensmittel-Gutscheinen, durch Umzugshilfe, Renovierung, durch die notwendige Beschaffung von Haushaltsgeräten, durch die Besorgung von Kinderwagen, Kinderkleidern und Pampers.
Darüber hinaus gab es eine rege Tätigkeit zur Sensibilisierung in Fragen des Lebensschutzes. Mehrmals kamen bis zu 100 Personen in Kleingruppen in die Lichtzeichen-Räume, wo durch Impuls und Austausch von der Lichtzeichen-Arbeit berichtet wurde.
Auch Mädchenklassen der Marienschule und eine Mädchen-Jugendgruppe aus der Diözese Trier interessierten sich für die Not der schwangeren Frauen und die von Lichtzeichen angebotene Hilfe.
Intensiv und mit viel Hingabe wurden im vergangenen Jahr Frauen vor und nach der Geburt ihres Kindes begleitet. Eifrig unterstützten Gebetsketten die Hilfe. Inzwischen gibt es 14 Gebetsgruppen mit insgesamt 110 Betern.
Hinter diesen Zahlen verbergen sich viele Einzelpersonen, Familien und Frauengruppen. Sie alle tragen die Sorgen der schwangeren Frauen, ihrer Kinder und Familien mit.
Und immer wieder gab es Froh-Botschaften wie diese, die im Advent 2009 die Mitglieder von Lichtzeichen erreichte:
Eine Frau, die sich zunächst sicher war, dass sie die Belastung durch Schwangerschaft und Geburt nicht durchtragen könne, entschied sich für ihr Kind und meldete sich im Advent 2009:
„Im Oktober wurde Franz geboren.“ Diese Frau schaute dankbar auf die sofortige und spontane Hilfe. Ein Lichtzeichen-Mitglieder hatte ihr in der größten Not tatkräftig zur Seite gestanden.
Durch die vielen Kontakte zu jungen Frauen und Familien weitet sich der Kreis der Hilfesuchenden. So wurde auch ein 10 Wochen alter Säugling im Gebet begleitet. Er hat eine seltene Krebserkrankung. Inzwischen hat das Kind eine Knochenmark-Transplantation erhalten. Die Eltern sind hoffnungsvoll.
„Es gibt nichts Unfassbareres und nichts, was die Seele tiefer berührt als die Geburt eines Kindes,“ das erleben die Lichtzeichen-MitarbeiterInnen immer neu in der Begleitung von Frauen und Familien. Vielfältige Hilfe, auch finanzielle Unterstützung, kann die Not wenden.
Die Planung und Durchführung von Benefizveranstaltungen gehörte daher auch 2009 zu den Vereinsaufgaben. Als wunderbaren Erfolg war die Vernissage „Leben in Farbe“ der Malerin Sabine Breidert in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Koblenz zu verzeichnen. Die Auktion eines Bildes erbrachte den Erlös von 1.900 € zu Gunsten von Lichtzeichen.
Für dieses Jahr steht neben vielen Hilfsprojekten die Planung einer Lebensschutzkonferenz an – erstmals in Vallendar. Interessierte können sich schon jetzt den Termin vormerken:
09. Oktober 2010 im Pilgerheim Schönstatt.
Was ein unbekannter Verfasser schrieb, ist kennzeichnend für die Grundhaltung derer, die bei Lichtzeichen arbeiten:
Wir brauchen Menschen, die nach der zehnten Enttäuschung noch vertrauen können.
Wir brauchen Menschen, die ein offenes Wort riskieren, wenn anderen ein Unrecht geschieht.
Wir brauchen Menschen, deren Ja ein Ja ist und deren Nein ein Nein ist.
Wir brauchen Menschen, deren Hoffnung andere trägt und zum Leben erweckt.
Wir brauchen Menschen, damit die Zukunft menschlicher wird als die Vergangenheit.
(Verfasser unbekannt)
Wir laden Sie gerne zu einem Informationsgespräch ein, wenn Sie sich mit Lichtzeichen engagieren möchten!
(Name des Kindes wurde aus Gründen des Personenschutzes geändert).
Lichtzeichen e.V., Höhrer Str. 93, 56179 Vallendar, Tel. 02 61 / 9 83 03 30, Fax 02 61 / 9 83 03 39,
AG Koblenz VR 4654 Vorsitzende: Maria Engler
Bankverbindung: Sparkasse Koblenz Kto.-Nr. 360 044 71 BLZ 570 501 20 |